Eine Anlage ist die organisatorische Einheit, unter der Zählpunkte, Messwerte und Auswertungen zusammengefasst werden. Eine virtuelle Anlage besitzt dabei keine eigene Hardware – kein Gateway, keinen Datenlogger – sondern dient ausschließlich der logischen Zusammenfassung von Zählpunkten, deren Messwerte über das EDA vom Netzbetreiber übernommen werden. Für Energiegemeinschaften ist das der Regelfall.
Diese Anleitung führt Schritt für Schritt durch das Anlegen einer virtuellen Anlage – von der Auswahl im Hauptmenü bis zur Zuordnung der Zählpunkte.
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Fall |
Vorgehen |
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Virtuelle Anlage |
Kein eigenes Gateway vor Ort. Die Messwerte stammen aus dem EDA bzw. aus einer Datenübernahme. Regelfall für Mitglieder einer Energiegemeinschaft mit Smart Meter. |
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Physische Anlage |
Eigene Hardware liefert Messwerte direkt an das System. Für Objekte mit Datenlogger, Gateway oder eigener Messtechnik. |
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Bestehende Anlage übernehmen |
Wurde die Anlage bereits von einem Errichter oder Betreuer erfasst, legen Sie sie nicht neu an, sondern stellen über Besitzanfrage Anlage eine Übernahmeanfrage. |
Achtung: Keine Duplikate anlegen
Prüfen Sie vor der Neuanlage über das Suchfeld, ob die Anlage bereits existiert. Ein Duplikat führt dazu, dass Messwerte und Zählpunkte auf zwei Einträge verteilt werden und die Auswertungen der Energiegemeinschaft unvollständig bleiben.
Sie erreichen die Übersicht über den
Eintrag Anlagen in der Hauptnavigation am oberen Bildschirmrand.
Abbildung 1 – Hauptnavigation und Übersicht Anlagen.
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Feld |
Bedeutung & Hinweise |
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Name (Suchfeld) |
Freitextsuche nach dem Namen einer Anlage. Vor der Neuanlage zur Prüfung auf bereits vorhandene Einträge verwenden. |
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Filter |
Blendet weitere Filterkriterien ein bzw. aus. |
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+ Besitzanfrage Anlage |
Stellt eine Anfrage zur Übernahme einer bereits vorhandenen Anlage. Wirksam erst nach Bestätigung durch den bisherigen Besitzer. |
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+ Neu |
Legt eine neue Anlage an und öffnet die Eingabemaske im Reiter ALLGEMEIN. |
1. Über Anlagen in der Hauptnavigation die Übersicht öffnen und im Suchfeld prüfen, ob die Anlage bereits existiert.
2. Mit + Neu die Eingabemaske öffnen.
3. Den Status auf Virtuelle Anlage setzen und Name sowie optional Tags vergeben.
4. Im Abschnitt Aktivierung den Besitzer und den Inbetriebnahme-Status prüfen.
5. Adresse, Koordinaten und Zeitzone erfassen.
6. Speicherung und Timings kontrollieren und bei Bedarf an die Aufbewahrungsvorgaben anpassen.
7. Mit Speichern übernehmen und anschließend die Zählpunkte der Anlage zuordnen.
Tipp: Abschnittsweise speichern
Verwenden Sie beim Durcharbeiten der Maske Speichern und fortsetzen. So bleiben die Eingaben erhalten, ohne dass die Maske geschlossen wird.
Abbildung 2 – Neue virtuelle Anlage: Grunddaten und Aktivierung.
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Feld |
Bedeutung & Hinweise |
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Status – Virtuelle Anlage |
Kennzeichnet die Anlage als virtuelle Anlage ohne eigene Hardware. Diese Auswahl ist das entscheidende Merkmal dieser Anleitung. |
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Name (Pflicht) |
Bezeichnung der Anlage. Erscheint im Auswahlfeld Anlage des Zählpunkts sowie in Auswertungen und Berichten. Eindeutig und sprechend wählen, etwa nach Objekt oder Adresse. |
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Tags |
Freie Schlagworte zur Gruppierung und zum Filtern, z. B. nach Region, Kundengruppe oder Projekt. |
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Status Meldung |
Freitextfeld für einen Hinweis zum aktuellen Zustand, etwa zu einem offenen Punkt oder einer laufenden Klärung. |
Tipp: Namenskonvention festlegen
Legen Sie vor der ersten Anlage eine Namenskonvention fest, etwa Ort – Objekt – Anlagentyp. Bei wachsendem Bestand ist die Auswahlliste im Feld Anlage des Zählpunkts sonst schnell unübersichtlich.
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Feld |
Bedeutung & Hinweise |
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PIN aktiv |
Schalter für einen PIN-geschützten Kopplungsvorgang mit einem Gerät. Bei einer virtuellen Anlage ohne eigene Hardware bleibt der Schalter auf aus. |
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Besitzer |
Eigentümer der Anlage. Ein Bindestrich bedeutet, dass noch kein Besitzer zugewiesen ist. |
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Inbetriebnahme-Status |
Status im Lebenszyklus der Anlage. Beim Anlegen lautet der Wert In Bearbeitung; für den produktiven Betrieb ist er entsprechend fortzuschreiben. |
Achtung: Ohne Besitzer keine Auswertung
Ist der Anlage kein Besitzer zugewiesen, erscheint in der Abrechnungsansicht der Hinweis, dass noch keine Anlage mit Zählern zugewiesen ist, und die Auswertung bleibt leer. Klären Sie die Besitzzuweisung, bevor Sie Zählpunkte zuordnen.
Die Adressdaten beschreiben den
Standort der Anlage. Neben der Anschrift werden hier auch geografische
Koordinaten und die Zeitzone hinterlegt.
Abbildung 3 – Adressdaten der Anlage.
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Feld |
Bedeutung & Hinweise |
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Straße |
Straße und Hausnummer des Standorts. |
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Ort |
Ort bzw. Gemeinde. |
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PLZ |
Postleitzahl. |
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Land |
Auswahlfeld für das Land. |
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Längengrad |
Geografische Länge in Dezimalgrad. Für Wien liegt der Wert bei etwa 16,37. |
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Breitengrad |
Geografische Breite in Dezimalgrad. Für Wien liegt der Wert bei etwa 48,21. |
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Zeitzone |
Zeitzone des Standorts. Für Österreich: (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rome, Stockholm, Vienna. |
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Liegenschaft-ID |
Kennung der Liegenschaft, sofern eine Liegenschaftsverwaltung geführt wird. |
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Objekt-ID |
Kennung des Objekts innerhalb der Liegenschaft. |
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Statistik Export aktiv |
Steuert, ob die Daten dieser Anlage in den Statistikexport einbezogen werden. |
Achtung: Zeitzone korrekt setzen
Die Zeitzone bestimmt, welchem Zeitstempel ein Viertelstundenwert zugeordnet wird. Eine falsche Zeitzone verschiebt die gesamte Zeitreihe – Erzeugung und Verbrauch fallen dann nicht mehr zeitgleich zusammen und die Aufteilung in der Energiegemeinschaft wird systematisch falsch.
Hinweis: Koordinaten für Prognosen
Längen- und Breitengrad werden für standortbezogene Berechnungen wie Ertrags- und Wetterprognosen herangezogen. Tragen Sie die Werte bei Erzeugungsanlagen möglichst genau ein; für reine Verbrauchszählpunkte sind sie nachrangig.
Dieser Abschnitt steuert, wie lange
Daten der Anlage vorgehalten werden. Die angegebenen Werte sind die Vorbelegung
des Systems und können angepasst werden.
Abbildung 4 – Speicherung, Timings und Datentransfer.
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Feld |
Bedeutung & Hinweise |
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Timeout Visualisierung (Sekunden) |
Zeitspanne, nach der die Visualisierung ohne neue Daten als nicht mehr aktuell gilt. Vorbelegung: 60. |
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Speicherung Statistikdaten (Monate) |
Aufbewahrungsdauer der Statistik- und Messdaten in Monaten. Vorbelegung: 12. |
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Speicherung Nachrichten (Monate) |
Aufbewahrungsdauer der Nachrichten in Monaten. Vorbelegung: 3. |
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Speicherung Nachrichten (Max. Anzahl) |
Obergrenze der vorgehaltenen Nachrichten je Anlage. Vorbelegung: 1 000. |
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Speicherung Nachrichten (Min. Stunden) |
Mindestdauer in Stunden, für die Nachrichten unabhängig von der Mengenbegrenzung erhalten bleiben. Vorbelegung: 1. |
Achtung: Aufbewahrungsdauer und Abrechnung
Prüfen Sie die Aufbewahrungsdauer der Statistikdaten gegen Ihren Abrechnungsrhythmus und Ihre gesetzlichen Aufbewahrungspflichten. Bei jährlicher Verbrauchsabrechnung reichen zwölf Monate gerade aus – für Nachberechnungen, Reklamationen und Prüfungen ist ein längerer Zeitraum erforderlich. Gelöschte Messwerte lassen sich nicht wiederherstellen.
Am Ende der Maske stehen zwei Schaltflächen für den Austausch der Anlagendaten zwischen Systemen zur Verfügung. Der Austausch erfolgt über ein Verzeichnis auf dem Server, das in der Abschnittsüberschrift angezeigt wird. Beim Anlegen einer neuen virtuellen Anlage werden diese Funktionen nicht benötigt.
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Feld |
Bedeutung & Hinweise |
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Daten exportieren |
Schreibt die Daten der Anlage in das angegebene Verzeichnis zur Übernahme auf ein anderes System. |
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Daten importieren |
Liest zuvor exportierte Daten aus dem angegebenen Verzeichnis ein. |
Achtung: Administrative Funktion
Export und Import greifen unmittelbar auf den Datenbestand der Anlage zu und sind für Migrations- und Wartungsarbeiten vorgesehen. Führen Sie sie ausschließlich in Abstimmung mit Ihrem Administrator und nach einer Sicherung des Datenbestands aus.
Die virtuelle Anlage ist mit dem Speichern angelegt, aber noch leer. Ordnen Sie ihr nun die Zählpunkte zu: Öffnen Sie dazu den jeweiligen Zählpunkt in der Zählerverwaltung und wählen Sie im Reiter ALLGEMEIN im Feld Anlage die neu angelegte Anlage aus. Erst danach erscheinen Messwerte und Auswertungen unter dieser Anlage.
Checkliste virtuelle Anlage
• Geprüft, ob die Anlage bereits existiert (sonst Besitzanfrage statt Neuanlage)
• Status auf Virtuelle Anlage gesetzt
• Name nach Namenskonvention vergeben
• Besitzer zugewiesen
• Adresse, Koordinaten und Zeitzone hinterlegt
• Aufbewahrungsdauer der Statistikdaten geprüft
• Gespeichert und Zählpunkte im Feld Anlage zugeordnet